Monitoring-Infos
Informationen zum Monitoring und zum Ausfüllen der Erhebungsbögen:
Grundsätzliches
· Monitoring ist die Dokumentation von Veränderungen, d.h. dieselben Standorte müssen jedes Jahr aufgesucht werden und auf derselben (!) Fläche werden die blühenden (inkl. knospenden) Orchideen gezählt. Generell ist aber jede Meldung von einem Orchideen-Vorkommen mit eindeutiger Ortsangabe und Koordinaten willkommen.
· Wichtig ist die Kontinuität der Betreuung der gewählten Standorte. Dies bei Auswahl der (Anzahl der) Standorte und Arten immer im Hinterkopf behalten. Gibt es mehrere Orchideen auf einem Standort, die nicht zur selben Zeit blühen, muss man diesen öfter aufsuchen. Bei Verhinderung nach Möglichkeit eine Vertretung organisieren.
· Durch Zählaktivitäten dürfen weder Orchideenbiotope, noch andere Lebewesen beeinträchtigt werden. Beim systematischen Abgehen, insbesondere bei großen Wiesen, ist dafür Sorge zu tragen, dass keine wiesenbrütenden Vogelarten gestört werden. Weiters dürfen keine Beeinträchtigungen hinsichtlich der Bewirtschaftung auftreten. Wenn möglich, wird man mit dem Besitzer oder Bewirtschafter einer Fläche Kontakt aufnehmen.
· Optimal ist eine vollständige Erfassung von Populationen.
· Werden bei individuenreichen Populationen (> 1000 Individuen) Teilpopulationen erfasst, ist es wichtig, dass dies angemerkt wird und im optimalen Fall eine entsprechende Karte oder Skizze beigelegt wird.
· Alle Informationen werden vertraulich behandelt! Standortdaten werden für kartographische Darstellungen in Form von Rasterkarten generalisiert und keinesfalls weitergegeben, ohne vorher die Person, die die Erhebung durchgeführt hat, um Genehmigung gefragt zu haben. Weitergegeben bzw. veröffentlicht werden nur die Gesamtauswertungen, aus denen keine Details zu den Standorten entnommen werden können.
Mindestangaben
· Für jeden Standort einen eigenen Bogen ausfüllen.
· BearbeiterIn, Adresse, Datum.
· Eindeutige Ortsangabe (Bezirk, Gemeinde, Ort) basierend auf ÖK 50.
· Koordinaten von GPS, Austrian Map BEV, Geodatenportal der Österreichischen Länder (www.geoland.at) oder Google Earth (Koordinatensystem: Geographische Koordinaten dezimal oder in Grad/Minuten/Sekunden; Geodätisches Datum: WGS84)
· Zur Flächengröße (m2 oder ha): Entweder Messen, durch Schritt-Zählen schätzen, oder digital bestimmen. Wichtig ist, dass jedes Jahr genau dieselbe Fläche aufgenommen wird. Wenn eine Fläche sehr groß ist, kann auch nur eine Teilfläche aufgenommen werden. In dem Fall ist es wichtig, dass dies angemerkt wird und im optimalen Fall entsprechende Karte oder Skizze beigelegt wird. Eventuell muss die Teilfläche im Gelände genau markiert werden.
· Pro Zeile nur eine Art; Angabe der deutschen oder wissenschaftlichen Namen. Bei Ungewissheiten Fotos anfertigen.
· Zahlen-Angaben: Nur konkrete Zahlen werden aufgenommen, kein <, >, ca., ungefähr, viele! Wer nicht mehr als 100 oder gar 1.000 Pflanzen zählen will, kleinere Fläche zählen und angeben, es sei denn diese Art ist auf einem gegebenen Habitat nicht so wichtig. Dann – aber nur dann!- kann man auch >1.000 eintragen, um die Qualität des Wuchsortes zu charakterisieren.
Zusatzangaben
· Angaben zum Standort: z. B. Biotoptyp, Hanglage (z.B. Oberhang, Unterhang, Ebene), Exposition, Neigung, Seehöhe, Angaben zum Boden (z.B. sehr flachgründig, sehr steinig, sandig, Nährstoffverhältnisse, Bodenfeuchte), Geologie (z.B. Kalk, Gneis, Granit), Vegetationsstruktur, auffällige Begleitpflanzen, Rote Liste Arten, seltene Arten; Vorkommen von seltenen/ gefährdeten Tierarten.
· Schutzstatus (z.B. Naturschutzgebiet, Naturpark, Nationalpark, Biosphärenpark).
· Gegenwärtige Bewirtschaftung (Anzahl und Zeitpunkt(e) der Schnitte und Düngung bei Wiesen, welche und wie viele Weidetiere bei Weiden, etc.).
· Differenzierung zwischen blühenden und nicht blühenden Pflanzen.
· Verschiedene Entwicklungsstadien (Winterrosetten, blühende und nicht blühende Exemplare, Fruchtstände).
· Bei Arten mit mehreren Farbvarianten (z.B. Holunder-Knabenkraut, Kleines Knabenkraut) diese gesondert zählen.
· Aktuelle und mögliche Gefährdungen (z.B. Änderung der Bewirtschaftung, Ausgraben und Pflücken von Pflanzen).
· Bei Problemen zuständige BH angeben (Namen, Adressen), Besitzer der Fläche.
· Foto-Dokumentation.




