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Monitoring-Techniken

Orchideen-Monitoring (Weitere Beispiele sind als PDF abgespeichert)

 

Auszählen einer Wiesenfläche (Rastertechnik)

Die Technik ist auf der mittleren Abbildung illustriert. Bei Hangwiesen am oberen Rand beginnen und horizontal gehen (Abstand bis zu 5m). Orchideen links der Gehspur zählen. Die nächste Spur nach Grösse der Orchideenart wählen. Bei grösseren Arten (z.B. Orchis purpurea oder Orchis mascula) ca. 5m von der ersten parallel gehen.  Jetzt Pflanzen rechts der Spur zählen. Nächste Spur wählen und  wieder links zählen. Folgende Hilfsmittel erleichtern die Arbeit: Man kann die Enden und Anfänge der gezählten Bisamberg.Auszählen mit MarkernSpuren mit Stöcken markieren. Man kann auch das zu zählende Areal mit vier Pflöcken und einer ringsherum gespannten Schnur abgrenzen (Abbildung unten). Bei größeren Anzahlen von Pflanzen und besonders bei kleinen Arten kann man Pflanzenschilder oder kurze (10-15cm) Pflanzstäbe (siehe Abbildung links) neben jedes Individuum stecken (am Schluß der Zählung wieder herausziehen!). Wenn man die Anzahl der Schilder oder Stäbe kennt, braucht man nur die Anzahl der verwendeten Marker bestimmen. Ansonsten helfen Notizblock und Stift: Strichliste anfertigen. Bei mehreren Arten führt man entsprechend mehrere Listen. Wer es ganz genau sein will, geht die Fläche noch einmal im rechten Winkel ab. Dabei lassen sich auch beim ersten Zählen übersehene Orchideen nachträglich erfassen.

Die Größe einer Monitoringfläche lässt sich auch ohne GPS durch Schritt-Zählen schätzen. Bei einer Raster-TechnikSchrittlänge von 80cm wäre die Schrittzahl mit 1,25 zu dividieren. Ein Hektar ist definiert durch 100 x 100 Meter = 10.000 qm. Wer die Flächen lieber zu Hause bestimmt, braucht genaue GPS Koordinaten für die Ecken der Fläche oder sonstige Erkennungsmerkmale, welche die Identifizierung des Standortes auf einer Satellitenkarte erlauben (siehe Abbildung rechts). Das Programm des NÖ-Atlas (www.noel.gv.at) erlaubt die Kalkulation der Flächgrösse durch Anklicken der vier Ecken. Wenn es mehrer Eckpunkte gibt (Polygon) klickt man eben alle nacheinander an.- Für Arten, die in begrenzter Zahl nur an bestimmten Stellen der Fläche stehen (hier z.B. im grünen Kreis) und sonst nirgends, begrenzt man das Habitat auf diesen Standort: Koordinaten der Mitte bestimmen. Radius angeben. Sollte die Anzahl der Orchideen für eine bestimmte, wichtige Art zu hoch sein (>1.000), reduziert man die Zählfläche so, dass der Rest sich bequem erfassen lässt.

 

Begrenzung einer Monitoringfläche

GPS Koordinaten sind in der Regel ein einfaches Hilfsmittel einen Orchidenwuchsort wiederzufinden. Bei Karten allein funktioniert die Wiedererkennung nur, wenn hinreichend gute Erkennungsstrukturenn vor Ort  gegeben sind (einzelne Sträucher, Bäume, Steine, Pfäle etc.). Wege sind hilfreich, wenn sie die Fläche auf einer oder mehreren Seiten begrenzen. Waldränder erfüllen die gleiche Funktion. Zur Not installiert Monitoring am KW Greifenstein.2man selber Markierungen, die aber nicht ohne weiteres  Personen erkannt werden sollten. Vor allem muss man verhindern, dass solche Marker verschwinden. Eine etwas aufwendige Technik wäre, ausreichend grosse Metallstäbe oder Ähnliches im Boden zu versenken, die sich durch ein Metallsuchgerät wieder auffinden lassen. Dann kann man die Fläche durch vier oder mehr größere Stäbe und eine Schnur abgrenzen (Abbildung links). Das ÖON besitzt eines und verleiht ein Metallsuchgerät auf Anfrage. Ebenfalls braucht man GPS-Koordinaten, um die Marker wiederzufinden. Das ÖON verleiht auch GPS Empfänger. Das Auffinden einzelner Planzen oder begrenzter Pflanzengruppen läßt sich ebenfalls durch Metallmarker vereinfachen. Das wäre besonders wichtig bei Arten, die nicht jedes Jahr blühen.


 


  
 
 
 
 
 
 
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