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Über das ÖON

von Dieter Armerding

Höflein a.d. Donau, am 20. 25. 2010 – 

Ca. 60 Orchideenarten gibt es noch in Österreich. Sie zeigen die ökologische Qualität von Wiesen- und Waldstandorten besser als an als viele andere Pflanzenarten. Siesignalisieren das Vorkommen einer Vielzahl von Arten der Roten Liste und sind deshalb hervorragend geeignet für die Beurteilung der Bedeutung solcher Flächen für den Natur- und Artenschutz. Das im Jahr 2006 gegründete Österreichische Orchideenschutz Netzwerk (ÖON) hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Bestandesentwicklung von Orchideen in ganz Österreich stellvertretend für andere gefährdete Tier- und Pflanzenarten zu beobachten.

Damit entspricht das ÖON der Forderung der Europäischen Union nach mehr Schutz für die Natur in Europa - eine Aufgabe, der eher der Österreichischen Regierung zukommt. Die hat es nur geschafft, den Frauenschuh und das Torfglanzkraut auf die EU (Natura 2000) - Liste der Arten zu setzen, die vorrangig zu schützen sind und deren Bestandesentwicklung zu beobachten ist. Es wurde auch in der Vergangenheit verabsäumt, einen größeren Input zu leisten, was Pflanzenarten der Roten Liste anbetrifft. Mit der Erfüllung der Vorgaben der Nature 2000 FFH Richtlinien lässt man sich Zeit, und es ist offensichtlich ein besonderer Sport von Regierungsvertretern in Bund, Ländern und Gemeinden die juristisch verbindlichen Richtlinien zu umgehen oder sie zu ignorieren. Im Jahr der Biodiversität 2010 publiziert das Lebensministerium einen 16 Seiten langen Katalog mit Absichtserklärungen, die eigentlich längst verwirklich sein sollten, ohne konkrete Angaben, wie und wann das eigentlich tatsächlich geschehen soll. Der irrige Eindruck wird erweckt, dass dies bereits geschehen ist!? Man könnte mithin das Monitoring-Projekt des ÖON, als große Chance und wesentlichen Beitrag betrachten, das Artensterben auch in Österreich zu begrenzen. Immerhin erfüllen wir Punkt 2.3.2 (Die Veränderung der biologischen Vielfalt wird beobachtet!) der Broschüre „Biologische Vielfalt“ bereits und unentgeltlich.

Die erste Österreichische Fachtagung im Jahr 2007 zum Thema Heimische Orchideen hatte sich folgende Ziele gesetzt:

·      Die Bedeutung dieser Pflanzenfamilie für die Bewertung nachhaltiger Bewirtschaftung von Wald und Wiesen hervorzuheben.

·      Es geht auch um die Vermittlung von aktuellen wissenschaftlichen Informationen über die komplexe Biologie der Orchideen.

·      Es wird die vermehrte Schutzstellung von Orchideen-Habitaten gefordert und Mittel für deren geeignete Pflege.

·      Das ÖON hilft bei der Umsetzungen der FFH-Richtlinien der Natura 2000 und sollte dementsprechend auch von der Seite der Regierungen in jeder Hinsicht unterstützt werden. Das trifft jedoch zur Zeit nicht zu. Das ÖON betreut z.B. unentgeltlich mehr als 150 Orchideen-Habitate in Niederösterreich und arbeitet - nicht authorisiert - beim Life 2000 Projekt "Bisamberg Habitat-Management“ mit. Seine Mitarbeiter beobachten auch die Wiesen Wiens und die des Biosphärenparks Wienerwald. Das Biosphärenpark-Management ignoriert diese Bemühungen, ohne jedoch eigene Anstrengungen in dieser Richtung zu unternehmen.

·      Das ÖOn kooperiert mit den Arbeitsgemeinschaften für heimische Orchideen in Deutschland und bemüht sich um Zusammenarbeit mit allen anderen NGOs Europas mit ähnlichen Zielen.

·      Ebenso unterstützt das ÖON auch die globalen Bemühungen zur Erhaltung der Biodiversität, ganz besonders das Projekt Countdown 2010 der IUCN, dessen Deklaration zum Stopp des Artensterbens es unterzeichnet hat.

·      Um alle Fans heimischer Orchideen daran zu erinnern, das wir nur ca. 60 Arten von insgesamt 25.000-30.000 betreuen, die aber alle ebenso gefährdet sind, haben wir auch ein paar Pages (Kolumbien, Australien) eingerichtet, die die unfassbare Schönheit dieses weltweiten Naturerbes vermitteln soll.

 

Alland-Wiese

 

 

 

 

 

 


 








 

 

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